Highlights aus der Sammlung des Deutschen Goldschmiedehauses

Datum: 
Samstag, 6. April 2019 ( ) bis Sonntag, 5. Januar 2020 ( )
Bruno Martinazzi. Brosche 'Kaos'. 833/000 Gelbgold, 750/000 Gelbgold. 1993. Foto Manuel Ocaña


Mit dem Ankauf dreier Ketten aus dem Wettbewerb Die goldene Kette im Jahre 1964 konnte die Stadt Hanau, Trägerin des Deutschen Goldschmiedehauses, den Grundstock für ihre Sammlung legen. Eine systematische Erweiterung erfährt diese Sammlung seit den 1980er Jahren durch Ankäufe aus Ausstellungen, Schenkungen und Dauerleihgaben. Im Jahre 2001 überließ der ehemalige Lehrer der Staatlichen Zeichenakademie Eberhard Burgel (1924–2001) Arbeiten seiner Schüler*innen dem Goldschmiedehaus, 2006 machte die Salemer Goldschmiedin Ebbe Weiss-Weingart (*1923) dem Haus 250 ihrer Arbeiten aus den Jahren 1947 bis 1998 zum Geschenk. Inzwischen ist die Sammlung des Hauses auf über 1000 Schmuckstücke, Tafelgerät und Objekte angewachsen.
Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst verfügt über eine eigene kleine Sammlung von Schmuck und Gerät, die aus Schenkungen ihrer Mitglieder besteht und einigen der ihr überlassenen Goldenen Ehrenringe der Ehrenringträger.

Mehr als 200 Stücke von 126 Künstlern werden in der Präsentation vorgestellt. Einen Schwerpunkt bilden Arbeiten aus der Silbertriennale International, wie auch Exponate der Stadtgoldschmied*innen. Mit den beiden Vitrinen Juwelen- und Steinschmuck wird unter anderem ein Blick auf Schmuckstücke gewährt, die bereits in den 1930er Jahren entstanden, den ab 1968 einsetzende Umbruch in der Schmuckgestaltung belegen ergänzende Arbeiten. Typische Schmucktechniken wie Granulation und Email werden anhand von ausgewählten Beispielen vorgestellt, ebenso Schmuckmaterialien. Neben den über viele Jahrhunderte gängigen Materialien wie Metall und Perlen stehen in der zeitgenössischen Schmuckkunst Glas, Holz, Kunststoffe, 3D- und Laserdruck im Mittelpunkt. Die figürliche, geometrische und an der Natur orientierte Gestaltung bildet einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung.
Einzelne, international bekannte Schmuckgestalter*innen, die mit mehreren Arbeiten in der Sammlung vertreten sind, werden besonders hervorgehoben. Zu erwähnen sind unter anderen Friedrich Becker (1922–1997), Ebbe Weiss-Weingart (*1923), Rüdiger Lorenzen (1942–2018), Carl Friedrich Dau (*1944), Ulla und Martin Kaufmann (*1941) und Peter Bauhuis (*1965).