schmuckundhülle - Künstlerinnen der GEDOK

Datum: 
Donnerstag, 22. Oktober 2020 ( ) bis Sonntag, 11. April 2021 ( )


Die Wechselwirkung zwischen einem Objekt und dem umgebenden Raum untersuchten 33 Künstlerinnen der GEDOKmünchen im Rahmen des schmuckundhülle-Projektes über einen Zeitraum von vier Jahren. Von 2016 bis 2019 fanden sich in jedem Jahr acht Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Sparten der angewandten Kunst zu Paaren zusammen, um einen Spannungsbogen zwischen Schmuck und Hülle zu schlagen. Nun sollen Arbeiten, die aus diesen Kooperationen hervorgegangen sind, in einer Ausstellung im Deutschen Goldschmiedehaus gezeigt werden.

Die Zusammenführung eigenständiger kunsthandwerklicher Disziplinen führte zu einer frischen Betrachtungsweise der eigenen Arbeit, aus der sich völlig neue Objekte entwickelten. Die traditionelle Bedeutung der Begriffe von "Schmuck" als tragbarem, also mobilem Objekt und der statischen "Hülle" wurden aufgehoben. In allen Interpretationen vereinen sich Objekt und Umgebung zu einem symbiotischen Ganzen. Sie gehen ein reges Wechselspiel ein, sich gegenseitig inspirierend, belebend, reflektierend. Die Hülle wirkt schützend und wertschätzend zugleich - der kostbare Inhalt unterstreicht ihre eigenständige Ausdrucksform. Formvariation, Materialfülle und Farbenvielfalt der Einzelstücke sprengen die herkömmlichen Grenzen.

Die teilnehmenden Künstlerinnen umspannen den Bereich von Objektkunst über Buchbinderei, Glas und Licht, Gold- und Silberschmiedekunst, Holzbildhauerei, Keramik-, Leder-, Papier- bis Textil-Kunst. Sie gehören verschiedenen Regionalverbänden der GEDOK an, der größten und traditionsreichsten Organisation für professionell künstlerisch tätige Frauen in Deutschland, oder sind Gäste für dieses Projekt, das von der GEDOKmünchen initiiert wurde.