Schenkungen und Neuerwerbungen aus den Jahren 2017 und 2018

Datum: 
Donnerstag, 11. April 2019 ( ) bis Sonntag, 12. Mai 2019 ( )
Batho Gündra. Halsschmuck "Tönnchenkette". 750/000 Gelbgold, Korallenkonstrukt. Foto: Stefan Blume


Die moderne Schmuck- und Gerät Sammlung des Deutschen Goldschmiedehauses begann die Stadt Hanau in den 1960er Jahren aufzubauen. In erster Linie konzentrierte man sich auf Ankäufe aus den im Goldschmiedehaus gezeigten Ausstellungen, immer wieder erweiterten auch großzügige Schenkungen die Sammlung. Hier ist vor allem die über 250 Schmuckstücke umfassende Schenkung der Salemer Goldschmiedin Ebbe Weiss-Weingart zu nennen, auch der ehemalige Lehrer der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Eberhard Burgel, überließ dem Goldschmiedehaus eigene Arbeiten sowie Schmuckstücke von Studenten.

Auch in den Jahren 2017 und 2018 konnte dank großzügiger Schenkungen und einiger Ankäufe die Sammlung des Deutschen Goldschmiedehauses um interessante Arbeiten komplementiert werden.

Das Goldschmiedeehepaar Wolfgang und Gisela Flügge schenkte der städtischen Sammlung im Jahre 2017 eine größere Anzahl von Schmuckstücken und kleinen Objekten aus den Jahren 1963 bis 1980. Die Münchner Kunststoff Künstlerin Bussi Buhs hat mit der Überlassung zahlreicher Schmuckstücke, die zwischen 1993 bis 2010 entstanden sind, ein reiches Spektrum zur Verarbeitung von Kunststoff im Schmuck als Schenkung zur Verfügung gestellt. Heidi Schulze-Merian überließ Ende 2018 der Sammlung exemplarische Arbeiten aus ihrem Schaffen mit Color-Folie der 1990er Jahre.

Vier Schmuckstücke aus den 1940er Jahren von Friedrich Clement überließ die Tochter des Künstlers, Uta Clement-Rouabhia, dem Goldschmiedehaus. Kette und Ring aus Weißgold mit Aquamarin, in den 1960er Jahren von Hagen Hilderhof entworfen, ging durch eine Schenkung des Künstlers ebenfalls an die städtische Sammlung. Drei in Weißgold gefasste Schmuckarbeiten mit ausgefallenen Brillanten schenkte im vergangenen Jahr die Witwe von Karlheinz Pfannenschmidt der Stadt Hanau.

Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst konnte dank einer großzügigen Spende eine Halskette von Batho Gündra erwerben, die sie dem Deutschen Goldschmiedehaus für seine Sammlung überließ. Zuletzt überreichten die Teilnehmer des HammerClub Treffens 2018 in Hanau der Stadt zwei aus Tantal gefertigte Schalen.

Mit städtischen Mitteln aus dem Ankaufsetat konnten aus der 18. Silbertriennale 2017 ein Gefäß des Preisträgers Sanghoon Kim erworben werden, auch aus den Ausstellungen zu Annelies Planteijdt, Peter Frank und Saskia Detering wurden prägnante Arbeiten, die das Schaffen der Künstler*innen dokumentieren, angekauft. Ebenso war es möglich, Schmuck der 7. Hanauer Stadtgoldschmiedin Tabea Reulecke zu erwerben, dank der Unterstützung der Rank’schen Stiftung komplementiert eine kleine Skulptur das Werk der Künstlerin.

Zuletzt wurden zwei aktuelle Schmuckstücke von Svenja John angekauft, die beispielhaft für die Einbindung neuester Technologien in der Schmuckgestaltung stehen.  


Die Ausstellung wird im Souterrain gezeigt.