Kuratorische Führung: Spuren legen. Mit Materialität erzählen

Datum: 
Sonntag, 22. März 2026 - 15:00
lick in die Ausstellung. Foto: Ina Bauer


Am Sonntag, dem 22. März 2026 um 15 Uhr, führt Kuratorin Ruth Schneider durch die Sonderausstellung „Spuren legen. Mit Materialität erzählen“ im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau.

Welche Spuren liegen in der materiellen Erscheinung der Welt? Was berichten sie? Und wie können sie gefunden werden? „Spuren legen. Mit Materialität erzählen“ präsentiert neun Künstler*innen, die Material als Träger von Botschaften verstehen. Indem sie Materialien ihren gewohnten Kontexten entziehen, machen sie sichtbar, in welchem Verhältnis diese zum Menschen stehen und welche gesellschaftlichen Strukturen sie spiegeln. Die Künstler*innen wenden sich dem Unscheinbaren zu, das dennoch von Bedeutung ist, machen verborgene Spuren sichtbar und zeigen, was unsere Lebenswelten prägt. Ihr Schmuck steht für Wertvorstellungen, Herkunft oder formuliert Kritik. Die von ihnen verwendeten Materialien lassen immer wieder Fragen nach Hierarchien und politischen Verhältnissen aufkommen. Modeschmuck ist nicht nur ein günstiges Accessoire, sondern erzählt davon, wie Schmuck für breite Bevölkerungsschichten zugänglich wurde. Elektroschrott ist nicht nur Industriemüll, sondern regt dazu an, über Konsum, Ressourcen und Vergänglichkeit nachzudenken. Barbiepferde wecken Erinnerungen an die Kindheit und zeugen von einem geschlechterspezifischen Marketing, dessen Auswirkungen wir alle spüren.

Jede Materialität trägt Spuren von Geschichte in sich, deren Bedeutungen historischem, kulturellem oder ökonomischem Wandel unterliegen. Die ausgestellten Arbeiten eröffnen Reflexionsräume, in denen nachvollziehbar wird, wie wir Spuren hinterlassen und zugleich selbst von ihnen geprägt werden.


Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Kosten: 
Der Eintritt kostet 7 Euro pro Person, 2 Euro für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre.