Klein aber fein. Accessoires der Grande Dame

Datum: 
Dienstag, 4. Mai 2021 ( ) bis Sonntag, 8. August 2021 ( )
Foto: Uwe Dettmar


„Klein aber fein - Accessoires der Grande Dame“ präsentiert das Goldschmiedehaus in seiner Eingangsvitrine. Im Mittelpunkt steht modisches Zubehör, das den guten Geschmack und Status der Damen zwischen 1780 und dem 20. Jahrhundert unterstreicht.
Die kleinen Kostbarkeiten führen in längst vergangene Zeiten, als Adel und Großbürgertum den modischen Ton angaben. Oft erregten diese „Damen von Welt“ Aufmerksamkeit durch ihr elegantes Auftreten, an denen sich Schriftsteller wie Leo Tolstoi, Stefan Zweig oder Thomas Mann mit ihren berühmt gewordenen Romanfiguren orientierten. Auch die Modemagazine griffen das Bild der modebewussten Dame gerne auf und informierten über die neuesten Trends.

Ein beliebtes Beiwerk des 18. Jahrhunderts war die Châtelaine, die häufig am Gürtel getragen wurde. An einem prachtvollen in Gold getriebenen Exemplar sind Flakon, Petschaft und ein Necessaire mit Schere, Ohrlöffel, Elfenbeintäfelchen und Stift sowie ein kleines Messer befestigt.

In dem um 1900 gearbeiteten kleinen Ball-Büchlein, dem sogenannten Carnet de Bal mit feinen in Gold gefassten Elfenbeintäfelchen wurden die Reihenfolge der Tänze und die Namen der Tanzpartner eingetragen. Eleganter als eine Brille war ein goldenes, brillantbesetztes Lorgnon – eine Sehhilfe mit ausklappbaren Gläsern, die zu jedem Opernbesuch gehörte.

Fein gearbeitete Schließen waren über die Jahrhunderte ein wichtiger Akzent der Damenmode. Eine goldene Gürtelschließe mit Bändern aus Diamantrosen stammt aus Paris, im Jugendstil waren Silberschließen in bewegter Linienführung en vogue.

Völlig aus der Mode gekommen sind die kleinen diversen Halter wie Schal-, Fächer-, Boa-, oder Schleppenhalter, die als feinste Goldschmiedearbeit zu den unterschiedlichsten Anlässen getragen wurden. Das hochgesteckte Haar wurde mit aufwendig gearbeiteten Haarspangen geschmückt. Das jüngste Accessoire der Präsentation ist ein goldener Lippenstift „Charles of the Ritz“ des Hauses Cartier aus dem Jahre 1974, der zu den Lieblingsstücken Audrey Hepburns gehörte. 


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