Die Metallästheten. Reformer und ihre Entwürfe aus Messing vom Jugendstil bis zur Neuen Sachlichkeit

Datum: 
Sonntag, 27. Januar 2019 ( ) bis Sonntag, 14. April 2019 ( )
Teegarnitur, um 1925, Frankreich, Messing, Holz. Foto: Knud Schöber


Die Ausstellung Die Metallästheten. Reformer und ihre Entwürfe aus Messing vom Jugendstil bis zur Neuen Sachlichkeit zeigt spannende Einblicke in die Lebenskultur von der Zeit des Fin de Siècle bis in die 1930er Jahre. Bei den Exponaten handelt es sich um Leihgaben aus der Sammlung des Brass Collectors Club Germany (BCCG), Viersen. 

Ein ganz besonderer Reiz geht von den mehr als 80 Messingarbeiten aus, die im Silbersaal des Deutschen Goldschmiedehauses präsentiert werden. Der satte, warme Farbton und die gute Schmiedbarkeit des Metalls haben es zu einem beliebten Werkstoff bei Gestaltern des 19. und 20. Jahrhunderts werden lassen. Künstler von Weltrang wie Christopher Dresser, Jan Eisenloeffel, Peter Behrens, Henry van de Velde oder Bruno Paul entdeckten den Werkstoff für sich und entwarfen Alltagsgegenstände, die bis heute durch ihre Funktionalität überzeugen und einem hohen ästhetischen Anspruch gerecht werden.

Der technische Fortschritt und die Neuerungen in der maschinellen Fabrikation ließen ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten zu. Nicht mehr länger war aufwendig gestaltetes Gerät nur dem Großbürgertum vorbehalten, sondern auch für eine kleinbürgerliche Käuferschaft erschwinglich.

Die ausgestellten Stücke – mehrarmige Tischleuchter, wohlproportionierte Tee-, Wasser- und Kaffeekannen, dekorativ gestaltete Vasen, Schalen, Sektkühler und Dosen – zeigen den Beginn einer Reform, die bis heute unseren Alltag prägt. Ende des 19.Jahrhunderts bildete sich erstmals das Berufsbild des Designers heraus. Begriffe wie Material- und Formgerechtigkeit rückten immer mehr in den Fokus der Gestalter, aber auch die Frage nach einer zweckmäßigen Formgebung wurde immer lauter. Die Schau greift die Bandbreite der Messingproduktion von der einfachen Obstschale bis zur mehrteiligen Kaffeegarnitur auf und zeigt die Vielfalt der Gestaltung vom Jugendstil bis zur Neuen Sachlichkeit.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation zum Preis von 49,00 €

Führungen am Sonntag: 10.02., 24.02., 10.03., 24.03. und 14.04.2019 um 15.00 Uhr.
Sonderführungen auf Anfrage.