
Mit ihren Arbeiten reflektiert Veronika Fabian die Bedeutungen von Konsumkultur und alltäglichen Objekten im persönlichen Leben von Menschen. Der Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, die Entstehung und der Zerfall von Wertzuschreiben ziehen sich als Themen durch ihre Arbeiten. Für Fabian fungiert Schmuck als Schnittstelle, an der sich Individuum und Gesellschaft begegnen. Charakteristisch für ihre Arbeiten ist der experimentelle Umgang mit industriell gefertigten Ketten. Diese verändert sie durch Schmieden, Walzen und Löten. So entstehen stark vergrößerte Formen von Karabinern, Ösen oder Kettensträngen. Außerdem verfremdet Fabian alltägliche Objekte, die mit Konsum und Identität assoziiert werden, wie etwa Parfum-Flakons.
Veronika Fabian (*1979 in Kecskemét, Ungarn) lebt und arbeitet als Schmuckmacherin in Ungarn. Sie studierte Schmuckdesign am Central Saint Martins, University of the Arts, London, und belegte an der Gerrit Rietveld Academy das „MASieraad Challenging Jewellery“ Master Programm in Amsterdam. Zuvor war sie für mehrere Jahre im Wirtschafts- und Finanzwesen tätig, eine Zeit, die ihren Blick auf Schmuck wesentlich prägt. Ihre Arbeiten sind international in Sammlungen vertreten und wurden mehrfach prämiert, zuletzt mit dem Friedrich Becker Preis 2026.
