Am Freitag. Vivi Touloumidi

Datum: 
Sonntag, 1. November 2026 - 0:00 bis Sonntag, 11. April 2027 - 23:45

Feierliche Eröffnung am Sonntag, dem 1. November 2026 um 14 Uhr

Mit der Ausstellung „Am Freitag. Vivi Touloumidi“ präsentiert das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau eine umfassende Einzelausstellung zur 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin.

Vivi Touloumidi nimmt mit ihren Arbeiten die kommunikativen und archivierenden Aspekte von Schmuck in den Fokus. Sie geht in ihrer künstlerischen Praxis historischen Spuren nach, die in Objekten gespeichert sein können. Sie untersucht die Hierarchien zwischen künstlerischen, gestalterischen und handwerklichen Disziplinen. Und sie hinterfragt, wie Schmuck Botschaften transportieren und Gruppen formen kann.

Die Ausstellung „Am Freitag. Vivi Touloumidi“ zeigt mehr als fertige Werke. Sie macht sichtbar, was zum Entstehen von Arbeiten führt, welche Prozesse, Materialien und Gedanken dabei von Bedeutung sind. Dieser Ansatz wird mit dem Titel „Am Freitag“ beschrieben, der Bezug auf das griechische Wort „παρασκευή (paraskeu)“ nimmt. Es umschreibt den Vorgang, etwas bereitzustellen. Außerdem steht das Wort für Gefäße und Utensilien, die sammeln und ordnen. Ebenfalls ist „Παρασκευή” der Begriff für den Wochentag Freitag, er leitet sich vom „Tag der Vorbereitung“ ab. Somit verweist Vivi Touloumidi mit „Am Freitag“ auf das Tätigsein, auf die Bedeutung von Objekten als auch auf die Prozesse – das Vorbereiten –, um etwas erschaffen zu können. Zur Ausstellung erscheint ein Heft zu Vivi Touloumidi mit einem Text von Enis Maci.

Vivi Touloumidi absolvierte nach einem BWL-Studium eine Ausbildung zur Goldschmiedin in Athen. Anschließend studierte sie bis 2013 in Halifax (CAN), Pforzheim (DE) und Stockholm (SE). Von 2018 bis 2022 verfolgte sie ihren PhD in Kooperation mit dem Antwerp Research Institute for the Arts (ARIA) in Belgien, wo sie seit 2020 ebenfalls unterrichtet. Touloumidi hat zahlreiche Vorträge gehalten und Workshops gegeben. Ihre Arbeiten sind in den Sammlungen des Schmuckmuseums Pforzheim, des Ilias Lalaounis Jewelry Museums (GR), der Cominelli Foundation Permanent Collection (IT) sowie in zahlreichen privaten Sammlungen vertreten. Sie wurde unter anderem für den Friedrich Becker Preis, den Herbert Hofmann Preis und TALENTE nominiert.